Geschichte
Nyon weist eine glanzvolle Vergangenheit auf, war die Stadt doch schon zur Zeit der Helvetier bekannt und wurde später Sitz der römischen Kolonie Julia Equestris. Ausser dem Namen Noviodunum, der im Laufe der Geschichte oft auftaucht, hat die vorrömische Epoche kaum andere Spuren hinterlassen. Das römische Erbe ist indessen noch sehr präsent, da die von Julius Caesar zwischen 49 und 27 v. Chr. gegründete Kolonie Julia Equestris mehr als drei Jahrhunderte Bestand hatte.
Nyon war zu dieser Zeit ein wichtiges Zentrum, dies bezeugen zum Beispiel die zahlreichen, heute noch sichtbaren Gebäude in der Altstadt. Die Basilika, wovon man einen Teil des Untergeschosses gefunden hat und in welcher heute das römische Museum zu Hause ist, und das Amphitheater, das 1996 entdeckt wurde, sind ebenfalls Zeugen dieser bemerkenswerten Epoche. Die einstigen Stadtmauern von Nyon, aber auch jene von Genf und Lausanne, wurden mit Steinblöcken aus der römischen Stadt Nyon gebaut.
In der näheren Vergangenheit war das Ende des 18. Jahrhunderts eine erfolgreiche Zeit für die Stadt, insbesondere dank der Handelstätigkeit. Gegenwärtig bezeugen dies noch viele Gebäude, die um 1780 erbaut wurden. Zu dieser Zeit (1781 bis 1813) war auch die Porzellanfabrik in Betrieb. Stücke dieser Produktion sind heute Teil der Sammlung des historischen und Porzellanmuseums im Schloss Nyon. Das Schloss wurde von 1999 bis 2006 einer Gesamtrenovation unterzogen, wobei der Ansicht von 1574 – 1583 beibehalten wurde.
Zurzeit ist der nationale und internationale Ruf von Nyon gefestigt durch das jährliche Dokumentarfilmfestival Visions du Réel im April, oder durch das Paléo Festival im Juli. Die Präsenz von internationalen Organisationen wie zum Beispiel die UEFA für den Fussball, oder UNI (Global Union) im Bereich der Gewerkschaft tragen ebenso zur Popularität Nyons bei und verleihen der Stadt einen gewissen Bekanntheitsgrad.
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